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Corinne ein Kind mit Down-Syndrom

Januar 2000

 

Berichte anderer Eltern

Eric Jan Bizio Januar 2000

 

Update von Erik Bizio (12. Januar 2000)

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Im Frühjahr 1999 kämpften wir um Fördermittel, damit Erik weiterhin integriert werden konnte und auch eine Hilfe im Unterricht haben konnte. Die Regierung lehnte den vorläufigen Antrag auf Fördermittel ab, teilte uns aber mit, das Schulamt solle sich im Oktober 1999 erneut darum bewerben. Es dauert sehr lange, bis das Schulamt sich endlich bereit erklärte für eine Hilfe zu bezahlen, mit oder ohne Fördermittel der Provinzregierung. Erik geht nun seit September in eine reguläre katholische Grundschule. Dort besucht er vormittags ein Programm für lernbehinderte Kinder, wo er mit 12 anderen Kindern im Alter von 6-11 Jahren zusammen ist. Nachmittags wiederholt er das Vorschulprogramm, an dem er auch schon im vorigen Jahr auf einer anderen Schule teilnahm, denn er braucht noch viel Zeit zum Spielen und Anfreunden mit den anderen Kindern. Er durfte seine Hilfe (Mary) wieder behalten. Wir waren darüber äußerst erfreut. Ob es nun Fördermittel gibt, wissen wir immer noch nicht und bereiten uns auf einen erneuten Kampf für das nächste Schuljahr vor.

Im September kam noch eine kleine Komplikation dazu. Erik was gerade 2 Tage in der Schule, als er sich unwohl fühlte. Ich ging mit ihm zum Arzt, weil ich glaubte, er habe eine Harnwegsinfektion. Der Urintest ergab aber dann ein ganz anderes Resultat, mit dem niemand gerechnet hatte: DIABETES. Erik mußte für eine Woche stationär ins Krankenhaus, was unser Familienleben sehr aus dem Gleichgewicht brachte, denn ständig mußte jemand bei ihm sein und ihn beaufsichtigen. Gut, daß Albert noch Urlaub hatte. Das Ganze war trotzdem sehr schwierig, auch für unsere Töchter, da wir keine Familie hier haben uns alles auf unsere Schultern fiel. Wir mußten viel lernen, denn wir müssen nun zweimal täglich Insulin spritzen un darauf achten, was und wieviel Erik ißt. Wir hatten Besprechnungen mit Diät-Assistenten und Krankenschwestern. Er kann eigentlich ziemlich alles weiter essen, was er auch sonst aß, nur müssen wir darauf achten, daß es nicht zu viel wird. Er hat allerdings nie viel um Süßigkeiten gegeben, da er sie lange Zeit auch gar nicht essen konnte, weil er erst relativ spät seine Zähne bekam.

Nur Schokolade ißt er gerne und davon darf er weiterhin was haben, halt nur nicht soviel wie vorher. Unser Leben hat sich trotzdem um Einiges verändert. Mahlzeiten müssen immer zu den gleichen Zeiten stattfinden und Ausschlafen am Wochenende gibt es auch nicht mehr, da das Insulin immer um die gleiche Zeit gespritzt werden muß. Wir lernen langsam, mit der neuen Aufgabe zu leben und hoffen, daß wir bald Experten sind, denen das alles gar nichts mehr ausmacht. Im Vergleich mit dem, was Erik schon alles hinter sich hat, ist dies wirklich ein eher kleines Problem.

In der Schule läuft alles sehr gut in diesem Jahr . Alle Lehrer dort sind sehr positiv eingestellt und geben uns immer wieder das Gefühl, daß Erik dort sehr willkommen ist. Er hat seit September viele Fortschritte gemacht. Sein Worstschatz ist enorm gewachsen und er erkennt nun viele Buchstaben und Zahlen und hat ein sehr gutes visuelles Gedächtnis. Wir wollen hoffen, daß alles weiterhin gut läuft. Wenn es etwas Neues gibt, dann werden wir uns melden.

Albert, Ingrid, Anna, Eva & Erik Bizio, Kanada

 

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